Die Markwerbener Salpeterhütte wurde zur Zeit Herzogs Georg des Bärtigen, der von 1500 – 1539 in Sachsen Regierte, erbaut.
Die Salpetersiederei in Markwerben, lieferte für die Herstellung von Schießpulver, im Jahre 1528, 21 Zentner Salpeter an die kursächsische Regierung in Dresden.

Als durchschnittliche Jahresproduktion werden 40 Zentner angegeben. Unter günstigen Umständen, ließ sich die Produktion um 60 Zentner steigern.
1538 waren an der Salpeterhütte Markwerben, 3 Arbeitskräfte beschäftigt, nämlich ein Meisterknecht der 20 Gulden im Jahr verdiente, ein Helferknecht, der sich mit 10 Gulden vergnügen musste und ein Fuhrknecht der ebenfalls 10 Gulden erhielt.
Das war sehr wenig und dürfte zum Leben kaum gereicht haben.

Es gab in Kursachsen im 16. Jahrhundert, mehrere Salpeterhütten.
Da Salpeter zur Herstellung von Schießpulver gebraucht wurde, waren sie Strategisch wichtige Einrichtungen.
Die Landesherren, die eigenen Streitkräfte hielten, hatten großes Interesse, das die Produktion von Salpeter nicht stockte.

Der Salpeter wurde aus dem Erdboden von Ställen und Wohnhäusern gewonnen, weil er sich dort aus dem im Boden vorhandenen Kalk und den nitrathaltigen Exkrementen und Urin der Tiere und Menschen bildete.
Häufig wurde der Salpeter auch durch Abschaben an Lehmwänden von Gruben gewonnen, welche der Verrieselung von Urin dienten.

Selbst die Dielen in den Wohnstuben der Bauern- und Kosättenhöfe wurden aufgerissen. Es kam deshalb nicht selten zu Gewalttaten auf beiden Seiten.

Der Landesherr, stellte die Behinderung der Arbeit der Sieder unter strenger Strafe.
Zur Salpetergewinnung wurde der Boden ausgegraben und ausgewaschen, so dass man eine salzhaltige Lösung erhielt. Aus dieser wurde durch Sieben eine gesättigte Lösung hergestellt.

Wie intensiv die Salpetersuche betrieben wurde, erhellt aus einem Gesetz, demzufolge zur Salpetergewinnung zwar der Boden der Stube herausgerissen werden durfte, der Standort des Esstisches jedoch auszunehmen war.